Tag 13 - Kleine Runde um Graskop

Es war ein herrliches Wetter an diesem Morgen und wir beschlossen, nach so vielen Autostunden heute einmal den Tag ruhiger und mit wenigen Kilometern zu gestalten. Wir frühstückten auf der Terrasse, neben der es etwa 200 m in die Tiefe geht. Ein traumhafter Ausblick, Sonnenschein und unser neuer Freund unterm Braai, was wollen wir mehr.

Nach dem Frühstück gingen wir zur Rezeption des Gästehauses, buchten noch zwei Nächte und erklärten, dass wir uns das Umland anschauen möchten und Infomaterial brauchen. Es waren keine brauchbaren Flyer im Ständer, nur eine einfache Faltkarte, die wir für 10.- Rand erwarben. Der nette Herr lächelte, machte die Buchung und Abrechnung und wir schauten uns die Karte an.

Kein Tipp, kein Hinweis, das gibt es bei uns nicht.

So zogen wir los und fuhren von Graskop Richtung Sabie. Unterwegs besuchten wir den Mac Mac Fall und den Brautschleier Fall. Mac Mac fällt einfach nur runter und ein kurzer Weg führt an unzähligen Händlern vorbei zu dem Wasserfall.

Beim Brautschleier Fall ist es etwas anders. Da geht es erst einmal ein Stück Staubstraße ins Gelände zum Parkplatz. Natürlich kostet es auch hier einen kleinen Betrag von 10.- Rand und einige Händler warten auf Kaufwillige, doch hier geht es dann auf einem recht schönen Wanderweg in den Wald zum Wasserfall. Zeitweise hat man das Gefühl man steht im Urwald, nicht so groß wie in Knysna, aber immerhin sehr schön. Dann eine Lichtung und wirklich, wie ein Schleier kommen die feinen Wassertröpfchen unten an. Ringsum ist alles frisch grün und man glaubt sich im Märchenland. Die einzelnen Sedimentschichten sieht man hier so deutlich, wie selten wo anders. Wir ließen es eine Zeit auf uns einwirken und traten den Rückweg an. Auf halbem Wege kam uns eine ganze Großfamilie entgegen, wir hatten Glück, dort allein gewesen zu sein.

In Sabie hatten wir unsere Telefone zu laden und schauten uns um. Auf dem Markt gab es Topinambur, den hatten wir schon in Rain am Lech angebaut und wollten ihn mal wieder essen, doch als die Händlerin merkte, wir sind nicht von hier, gestaltete sie den Preis dermaßen, dass wir vom Kauf absahen. Wir hatten uns schon an der Tankstelle in Graskop mit 62 Liter Benzin in unseren 55 Liter Tank das Geld aus der Tasche ziehen lassen - eine Touristengegend halt, wie in Siena oder Florenz auch.

Wir fuhren weiter in Richtung Mashishing und machten an der Kanone „Long Tom“ halt. Hier bestaunten wir die Kanone und machten bei Kaffee und Pancake eine Pause. Hinter dem Rundbau war natürlich wieder ein Verkaufsstand, doch da war recht lebendiges Treiben. Ein Affe, der irgendwann einmal beim Überqueren der Straße nicht aufgepasst hatte, wurde von der Lady im Shop verwöhnt und sprang bei ihr umher. Es war recht lustig anzuschauen, wie beide sich miteinander die Zeit vertreiben.

Weiter ging es über den „Long Tom“ Pass den wir in 2149m überquerten durch Mashishing nach Pilgrim`s Rest.

In dem historischen Ort ist alles auf Tourismus getrimmt und jeder möchte noch ein Stück mehr. So sind die vielen überemsigen Parkplatzwächter schon eine Last. Wir stellen unser Auto an das Ende des Dorfes ab, weil wir keinen der fünf Winkenden benachteiligen wollen.

Wir schauen uns um und stellen fest, hier ist mit Sicherheit in der Saison ein Gewimmel wie in Franschhoek, Stellenbosch oder an der N 1 durch Sommerset West.

Wir erfreuen uns an den historischen Gebäuden, stellen uns das Leben und Treiben vor über 100 Jahren vor und sind froh außerhalb der Saison hier gewesen zu sein und fahren wieder zurück nach Graskop, wo wir am Abend noch auf der Terrasse sitzen und den Tag ausklingen lassen.

Frühstück auf der Terrasse

Tolle Landschaft -  lauter Grasköpfe

Mac Mac Wasserfall

Brautschleier Wasserfall:

Früchte auf dem Markt in Sabie

"Long Tom" Kanone

Besuch beim Händler

Unterwegs:

Unser nächstes Ziel

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