Tag 17 - Vom Krügerpark durch Swasiland nach St. Lucia

Wir sind wieder zeitig aufgestanden, haben gefrühstückt, gepackt und sind gegen 6.30 Uhr aufgebrochen. Es war schön im Berg-en-Dal, es war schön im Kruger Nationalpark, doch nach 770 Kilometern Parkwegen, auf denen wir 35 Stunden und 30 Minuten suchend umherfuhren, ist es auch ganz schön, weiter zu fahren. Viele Tiere haben wir sehen können und natürlich einige auch nicht. So ist es immer in der Natur.

Was wir uns zuvor anders vorstellten, war die Beobachtungsmöglichkeit im Park selbst. Viele Büsche und Sträucher beeinträchtigen die Sicht und es gibt selten größere Freiflächen, auf denen man Tiergruppen beobachten kann. Das hatten wir uns anders vorgestellt. Es ist eine andere Vegetation, als wir glaubten. Dennoch hatten wir viele schöne Tierbegegnungen und manche sogar recht aufregend. Deshalb fahren wir zufrieden über das Erlebte weiter. Zum Abschied kommen eine Giraffe und ein Nashorn zur Straße, als wünschten sie uns ein "auf Wiedersehen".

Wieder auf den Straßen Südafrikas fahren wir zwischen Zuckerrohr und Bananenplantagen zur Grenze nach

Swasiland

. Was wir für Trouble mit der nötigen Registrierung unseres Laptop hatten, möchte ich nicht beschreiben. Wir wären am liebsten wieder umgekehrt und über Barberton, Piet Retief, Vryheid nach

St. Lucia

gefahren, was wir ein nächstes Mal sowieso täten.

Also sind wir in "Jeppes Reef" über die Grenze und weiter nach Bholekane, Croydon, Hhelehhele, Sipofaneni bis Big Bend gefahren. Es war eine ruhige Fahrt auf einer guten Straße. Hin und wieder eine Tierherde, kleinere Siedlungen und eine Zuckerfabrik sahen wir unterwegs.

Es ist sicherlich keine Touristenstrecke, denn an der Tankstelle gab es keine Toilette und in dem Hotel mit Restaurant einige Ortschaften weiter, war dieses Örtchen zwar weniger gepflegt, aber es gab eines. An der Bar nahmen wir einen Gin-Tonic für die Benutzung und Gabi unterhielt sich noch etwas mit dem Barkeeper. Er erzählte uns, dass sehr viele Menschen aus Swasiland in Südafrika arbeiten, um etwas Geld zu verdienen. Das war auch unser Eindruck, wir sahen keinen Reichtum in dem Land, viele ärmliche Hütten und fast alle Frauen trugen Babys auf ihrem Rücken.

 In Big Bend sind wir auf die Hauptstraße zum Grenzübergang Lavumisa abgebogen. Das war kein Grenzübergang, es war ein Bauplatz, wo sich jeder irgendwie zwischen Baumaterial, Bauschutt, Zaunfeldern und Baugruben zur Beamtenbude durchschlagen musste. Zum Glück fragte dort keiner nach der Registration des Laptop und recht schnell passierten wir die Baustelle.

Auf südafrikanischer Seite, alles ruck zuck erledigt und ab ging es auf der N 2 Richtung Süden. Wieder säumten Zuckerrohrfelder den Straßenrand und wir sausten dahin, bis wir vor uns die aufgestapelten Ananas sahen. Blinker links, Bremse und wir kauften eine Frucht. Ich weiß nicht welcher Teufel uns geritten hatte, wir nahmen nur eine Frucht. Vielleicht weil wir glaubten, die gäbe es jetzt überall. Aus Erfahrung wissen wir, die Früchte an den Farmen schmecken völlig anders als die aus den Märkten. Sie sind ausgereift und deshalb viel süßer, viel aromatischer und haben die Säure stark abgebaut, und wir nehmen nur eine Frucht.

Gegen 16.15 Uhr erreichen wir St. Lucia und haben glücklicherweise eine tolle Unterkunft gefunden. "Stokkiesdraai", was will man mehr. Hier haben wir fast eine Wohnung, einen Garten, einen Pool, sind in der Stadt und spüren es nicht und zu einem Preis, wo man nicht lange überlegen muss.

Frischen Fisch wollten wir essen. So gingen wir zum "Sizzling Grill" und fragten, ob sie frischen Fisch servieren. Das war natürlich eine dumme Frage. Selbstverständlich bekamen wir frischen Fisch, der noch dazu schlecht aufgetaut und schlecht zubereitet war. Das Eiweiß quoll durch die Panierung und Gabis Gemüsebeilage wäre in unserer Küche als Putzabfall beseitigt worden. Restlos sauer gingen wir in unsere schöne Unterkunft und vergaßen bei dem Blick über das Wasser das fürchterliche Essen.

Auf Wiedersehen sagt Krügerpark:

Vorbei am Zuckerrohr

Links ab zur Grenze

Die Grenze zum Swasiland

Im Swasiland

Auch hier Viehherden

Und Zuckerrohr

American Distillery

Impressionen von unterwegs:

Wieder in Südafrika

Hier gibts leckere Früchte

Ananasverkauf

 Stokkiesdraai:

Unser "Frischfisch"