Tag 19 - Von St. Lucia nach Ladysmith

Wir geben die Schlüssel an der Rezeption von "Stokkiesdaai" ab, bedanken uns für die schöne Unterkunft und bekommen von der freundlichen Dame ein Heft geschenkt, "The BEST of KZN". Dieses Heft nahmen wir dankend an und fuhren die N 2 bis Riverview und die Nebenstraße zur R 34 nach Empagenen. Von da die R 34 zur R 66 und hinter Melmoth die R 68 bis Nqutu. Ziel war die bronzene Wagenburg vom Krieg Zulu gegen Buren.

Das war eine schöne Strecke. Entlang der Zuckerrohrfelder und Gumtree Plantagen schlängelte sich die Straße zwischen den Bergen und Hügeln hindurch. Allmählich wurde die Landschaft offener und mehr und mehr lösten Weideflächen die bewirtschafteten Acker- und Waldflächen ab. Zum Glück bekamen wir am Morgen dieses besagte Heft geschenkt, ohne das hätten wir den Ort und spätere andere, niemals gefunden. Es enthält ausgezeichnete Karten mit vielen Hinweisen.

In Nqutu fuhren wir auf eine Staubstraße duch die Siedlungen der Zulu bis zu dem Platz, wo 1838 die Zulu gegen die Buren vergebens kämpften. Ich möchte hier nicht auf diese Schlacht eingehen. Das kann man unter

diesem Link

nachlesen.

Angekommen an dieser beeindruckenden Wagenburg wollte ich natürlich viele Zusammenhänge wissen. Die freundliche Dame des Museums startete einen Film, den wir uns vom Anfang bis zum Ende ansahen. Viele Informationen über diese Zeit und die Tage um den 16.Dezember 1838 haben wir dabei bekommen. Der Film ist auch sehr gut gemacht. Weiter haben wir uns im Museum umgesehen und natürlich diese gigantische Wagenburg betreten. Nach dem Film hat man eine viel bessere Betrachtungsweise des ganzen Geschehens. Weshalb hat diese eine Kanone so kleine Räder?  Warum stehen die Wagen gerade hier und nicht auf dem Hügel? Fragen über Fragen, die man nach dem Film alle beantwortet hat und Respekt vor der militärischen Taktik des Andries Pretorius bekommt.

Nach dem beeindruckenden Besuch fuhren wir die Staubstraße weiter Richtung Westen, weiter durch unendliche Weideflächen mit umher laufendem Vieh, weiter durch kleine Ortschaften der Zulu und immer öfter sahen wir Weideflächen,  die sich die Natur zurückholt. 

Die Menschen dieser Region leben fast alle in festen Steinhäusern, die zum größten Teil durch die Regierung bereitgestellt wurden. Anders als im nahe gelegenen Lesotho, lassen die Menschen hier der Natur ihren Lauf. Die Tiere ziehen ohne Hirten umher, Ackerbau wird nicht betrieben und Gärten um die Häuser findet man kaum.

Angekommen auf der R 33, fuhren wir nach Dundee und von da die R302 vorbei an Elandslaagte nach Ladysmith, wo wir uns ein Quartier suchten.

Zuerst waren wir erschrocken. Industrie, Staub, Dreck und Lärm an der nun N 11. Wenige Km weiter standen Schilder zu Gästehäusern und so fuhren wir in das Zentrum. Wir ahnten nicht, wie groß dieser Ort ist. Ständig bergauf den Schildern folgend erreichten wir ein einfaches aber sauberes Gästehaus, dessen Namen wir leider nicht haben. Dort setzten wir uns im Garten an den Tisch, aßen unser Abendbrot und ließen den Tag ausklingen.

Und ab zur Zuckerfabrik

Zuckerrohr Ernte

Durch traumhafte Landschaft

Gumtree Plantagen

Weit sieht man die Gumtree Wälder

Ein Zulu Dorf

Kleinere Ortschaft

Zulu Rind

Geschäftiges Treiben in einer Ortschaft

Das Zulu Land

Das Museum:

Die Wagenburg:

Unterwegs im Zulu Land: