Tag 6 - Von Thaba-Tseka nach Mokhotlong und weiter

Nach einem guten Frühstück im "The Buffalo`s Hotel",  wo uns Mpha am Morgen freundlich bediente, sind wir 9.15 Uhr gestartet.

 Wir wollten uns Zeit lassen und die Traumlandschaft genießen. Mpha sagte uns, bis

Mokhotlong

benötigen wir 4 bis 4 1/2 Stunden. So sahen wir der Fahrt mit Freude entgegen und brausten los auf der Staubstraße. Nach einigen Kilometern kam eine Gablung, natürlich unbeschildert, und wir benutzten den etwas breiteren Weg. Nach kurzer Zeit wurden die Rinnen immer tiefer und die Steine immer größer. Als uns ein Bakkie entgegen kam erklärte er uns, wir seien auf dem richtigen Weg. So holperten wir im 1. Gang einige Kilometer über unzählige Rinnen und Steine. Wir erreichten eine Stelle, wo zwei Kleinbusse beieinander standen und einen von beiden reparierten. Auf unsere Frage nach dem Weg nach Mokhotlong reagierten sie etwas komisch, bestätigten aber, dass wir auf dem richtigen Weg seien. So fuhren wir weiter und konnten manchmal sogar den zweiten Gang benutzen.

 Eine wunderbare Umgebung fanden wir um uns herum und so machten wir in einem bewaldeten Stück an einem Flußlauf eine kurze Pause. Wir genossen grad die Stille und die Bergluft, da kam einer der beiden Busse mit laut singenden Weibern an uns vorbei. Wir ins Auto und hinterher, denn der fährt bestimmt nach Mokotlong und außerdem kennt er die Fahrbahn und ich kann seiner Spur folgen, was wir auch taten. So ging es über Stock und Stein einige Kilometer weit. Dann stoppte der Kleinbus einfach so, mitten auf dem Weg. Keiner stieg aus die Busladung sang immer noch und ich ahnte schon was kommt. Er machte die Untersetzung rein schaltete sein Allrad zu und in langsamer Fahrt rumpelte die Sangeskiste über Stock und Stein einen Hang hinauf, der leicht zur Rodelbahn taugt. Bald sahen wir den zweiten Bus hinter uns und dann hieß es, Zähne zusammenbeißen, alle Sinne schärfen und hinternach. Mit schneller Fahrt im ersten Gang (langsam gehts leider nicht so steil bergauf) sausten wir den "Rodelhang" hinauf bis wir den Bus eingeholt hatten. Festes Stück zum Anhalten gesucht und gewartet, bis der Bus wieder weit genug entfernt ist und der folgende noch nicht da. Die Strassen Lesothos sind für Pferde gedacht, die haben eine höhere Bauchfreiheit.Wieder scharrte sich unser Hyundai ix 35 in Fahrt, wieder suchte ich in Sekundenschnelle eine geeignete Fahrspur und Gabi suchte Meter davor mit den Augen nach zu hohen Steinen. Nicht links, geh rechts, bleib links, so haben wir die ewig dauernden Kilometer und vielen Höhenmeter nach Ha Makoko geschafft. Vorbei an den Wracks der "Runtergekullerten" waren wir endlich wieder in einer Siedlung. Der Bus vor uns hatte seine singende Ladung abgesetzt und die sangen noch am Straßenrand, als wir vorüber fuhren.

 Wir waren nun wieder allein auf dieser Strecke durch traumhaftes Land. Viele Siedlungen durchfuhren wir und überall sind Hirten zu Fuß oder hoch zu Ross unterwegs. Kaum ein Kilometer, wo nicht eine Herde weidet oder dem kargen Acker eine Ernte abgerungen wird. Sauber sind die Strohkegel aufgestellt und emsig sind die Leute um ihr Vieh und ihr Feld bemüht. Wir überwinden noch einige Pässe auf nicht wirklich vorhandenen Straßen. So kommen wir auf 3045 m über den Menoaneng Pass und sind wirklich nach 4 1/2 Stunden und 98,5 Km wieder auf festem Asphalt.

Jetzt wollen wir in Mokhotlong tanken und Quartier beziehen. Mit dem Tanken hat geklappt, die einzige zumutbare Unterkunft ist voll. Kein Problem, dachten wir. Diese Straße hat Asphalt, es ist erst gegen 14.00 Uhr und bis Oxbow sind es nur 107 Km, das ist gleich gefahren. So rauschten wir in voller Fahrt auf der "Autobahn" A 1 Richtung Oxbow. Nach etwa 20 Km löste sich die Asphaltdecke in Kürze zur Unkenntlichkeit auf und Wasser, Frost und die Benutzung hatten ihre "Eindrücke" hinterlassen. Wir konnten auf den folgenden Kilometern den 4. und 5. Gang wirklich nicht gebrauchen. Auf dem Tlaeeng Pass, dem höchsten Pass Südafrikas, den wir auf 3270 m Höhe überquerten, kam uns der erste Flockenwirbel entgegen. Die nächste Unterkunft wird angesteuert, da waren wir uns einig.

 Kurz vor Dämmerung erreichten wir "

Afriski

", ein Ski und Mountain Resort, wo wir alles fanden was wir brauchten, Bett, Restaurant und Dusche. Es war ein anstrengender und aufregender Tag, doch für mich, der Schönste unserer Reise. 

Eindrücke von unterwegs:

Waschtag

Ein Bus voller singender Frauen

Herauszufordernde Straßen

Endlich auf der A3

Der höchste Pass im Südlichen Afrika

Wegbeschreibung im Ski Resort

Unsere Unterkunft

Höchstes Restaurant im Südlichen Afrika

Die Ski Piste