Nach Unwetter von Oudtshoorn nach Paarl

Nachdem wir über die ruhige und schöne Fahrt von Outdshoorn nach Paarl am Ende unserer großen Reise berichteten, möchten wir nun einen weiteren Weg vorstellen, den Weg durch die Siebenwochenschlucht.

Schon oft sind wir diesen Weg gefahren und immer fanden wir neue Reize auf dieser Strecke. So wollten wir diese Schlucht im Winter erkunden und die sonst so bescheidenen Aloe in ihrer Blüte bewundern und zwischen den schneebedeckten Gipfeln hindurch zur N 1 fahren. Es war unser beider Entscheidung, was sich später als wichtig herausstellte.

Wir tankten in Calitzdorp voll, fuhren über den „Huisrivierpass“ und bogen später in die „Seweweekspoort“ (Siebenwochenschlucht) ein. Die Wolken hingen gewaltig über und in den Bergen. Oft strahlte aber auch die Sonne durch die Wolken auf eine Bergspitze, den Weg oder auf die dann leuchtenden Blüten der Aloe. Es war ein wunderschönes Spiel von Licht und Schatten, was wir so lange genossen, bis vor uns ein großer Spiegel die Sonne reflektierte, ein Wasserspiegel. Eigentlich nichts besonderes, wenn der nicht über den Weg ginge. 

Was nun? Na, ja eigentlich kennen wir die Schlucht und so wild wird es nicht sein, Augen zu und durch. Am Ende des „Spiegels“ plumpste das Auto merklich in die Tiefe und mit letzter Kraft kam es aus dieser Spülrinne wieder heraus. „Oh, da hatten wir aber Glück gehabt, dass unser Hyundai ix 35 diese Stufe geschafft hat“, sagte ich, „mein armes Auto“, sagte Gabi. So hatte jeder was gesagt und weiter ging es. Wir genossen schon wieder die traumhafte Bergwelt, die blühenden Aloe und bald standen wir an der nächsten Wasserdurchfahrt. Was nun? Zurück kommen wir nicht nochmal durch diese Rinne, zumal sie jetzt gleich am Anfang ist und das Auto sowieso bergab steht  und deshalb das Näschen gleich eintaucht, also durch. Wir hatten Glück. Das Wasser war zwar sehr tief aber der Untergrund recht fest. 

Jetzt bogen wir mit der Schlucht seitlich nach links ab, wieder dieses fürchterliche Schild „Furt“, wieder mit letzter Kraft durchgekommen. Dann wurde es ganz verrückt. Schneeflocken trieb der Sturm durch die Schlucht und auf den Gipfeln lag bereits schon Schnee. Zum Glück lösten sich die Kristalle im Fall zu Tröpfchen auf und wir brauchten keine Schneeketten anlegen. ;)

Nach einigen schönen, erlebnisreichen und schwierigen Kilometern erreichten wir die Stelle, wo der Bautrupp die vor uns liegenden Brücken und Durchfahrten schon befahrbar gemacht haben. Wir hatten das Schlimmste hinter uns gebracht. 

Als wir aus der Schlucht waren beschauten wir unser Auto. Es fährt noch, hat keine Schrammen, nur das vordere Nummernschild ist herausgerissen, doch wie durch ein Wunder ist sonst nicht eine Schmarre zu sehen. „Hier hat der Herrgott seine Hand im Spiel“, dachte ich und wenige Kilometer später bestätigte sich dies.

Wir fuhren durch Laingsburg und beschleunigten nach dem Ort recht schnell, weil es schon so spät war. Bautz, da saß er, der Mann am Radar, er schaute mich beim Vorbeirasen in die Augen, ich ihm erschrocken auch und dann zog langsam ein Schmunzeln über mein Gesicht. „Der Herrgott hat es abgemacht“. „Was?“, fragt Gabi, „unser Nummernschild mein Liebes“, antwortete ich. 

So fuhren wir erleichtert weiter bis Matjiesfontein, wo der „

Blue Train

“ im Bahnhof stand. Natürlich war nichts wichtiger als diesen Zug von der Nähe zu fotografieren. Nach einigen Minuten fuhr er weiter und wir waren glücklich, dass es noch so gut geklappt hatte. 

Die N 1 fuhren wir in der gewohnten Ruhe Richtung Kapstadt. Hier ist nicht viel los und auch nicht zu viel Verkehr. Bei den Hexrivierbergen beginnt die Landschaft wieder etwas zu bieten und die weißen Mützen sind sicherlich für einige Leser nicht das, was man sich unter Afrika vorstellt.

In De Doorns sind wir durch den Ort gefahren. Der Ort ist über und über mit Blumen geschmückt und die dahinterliegenden Berge mit ihren Schneemützen gaben einen tollen Kontrast. Leider waren die Blüten geschlossen aber ihre Masse brachte dennoch Farbe ins Bild.

In Worcester  begann ein sintflutartiger Regen der bis Paarl anhielt.

Sicher werden jetzt einige Leser fragend denken, „und eine solche Reise soll ich machen?“ 

Es hat seinen Reiz das zu tun, doch eines können wir versichern, das ist nur im Winter so. Im Sommer ist dieser Weg durch die Schlucht in der Regel ohne Probleme und auch wunderschön.

Der Huisrivierpass

Zur Siebenwochenschlucht

Die blühenden Aloe

Die Siebenwochenschlucht:

Erste Schwierigkeiten

In Folge waren es viele:

Nun konnten wir besser die Landschaft genießen:

Pech und Glück zugleich

Der Bluetrain in Matjiesfontein

Die Hexrivier Berge

De Doorns

Blumen im Wein

Wein im Winter