Quer durch Südafrika, Teil 20, vom Golden Gate Highlands National Park nach Maseru

Es ist der 25. Mai, wir hatten ganz gut geruht und nach dem selbstgemachten Frühstück sind wir in die Spur. Wir fuhren durch die ausgesprochen schöne Landschaft des „Golden Gate Highlands National Park“ in Richtung Clarens. Hier machten wir Halt und schauten uns um. Clarens ist wie Franschhoek, Stellenbosch oder St Lucia ein Ort, der sich voll auf Tourismus orientiert hat.

Wir besuchten ein Restaurant für ein zweites Frühstück, was recht lang dauerte, keine Saison, keine Beeilung der Bedienung. Man ruht sich eben etwas für die kommende Saison aus. Dann spazierten wir um den großen Platz, der vermutlich die Ortsmitte darstellt. Bei diesem Bummel besuchten wir viele Geschäfte und einen Bottle  Store, wo wir nach einheimischen Craft Biersorten schauten. Hier fanden wir auch Wolfgang Koedels Mandarinbier und die anderen Sorten von „

CBC aus Paarl

“, die wir natürlich alle kennen und mögen.

 Wir fragten den Inhaber des „Old Stone Bottle Store“ nach Craft Bier dieser Region. Er war sehr nett und erklärte uns, dass gleich gegenüber die Brauerei sei und wir dort auch Bier probieren können. 

Auf ging´s zum Zapfhahn in die „

Clarens Brewery

“. Da konnte man mehrere Sorten probieren, was ich auch tat. Nur einen Schluck von jeder Sorte, das muss reichen. Das Bier „...1912“ hat mir gut geschmeckt und ich kaufte eine Flasche. Wir bummelten noch etwas umher und setzten dann unsere Reise fort.

Auf der R711 ging es nochmals durch wunderschöne Landschaft Richtung Fourisburg und dann zum Grenzübergang  Butha-Buthe nach Lesotho. Hier ging es völlig problemlos und freundlich zu und ruck zuck waren wir auf der Touristenroute A 1. 

Diese Strecke ist etwas völlig anderes, als wir Lesothos Süden 4 Jahre zuvor kennen gelernt hatten. Wie auf den meisten Touristenrouten der südlichen Länder, Kommerz und nachlässige Eleganz, so sahen wir es auch hier. Da waren wir selbstverständlich etwas enttäuscht, doch die Landschaft ist, wie in ganz Lesotho, einfach traumhaft schön. So genossen wir auch unsere Fahrt bis Teyateyaneng, bogen ab nach Ha Mateka und von da ging es über Stock und Stein nach Ha Kome.

Cave Houses war unser Ziel. In diesem Gebiet lebten bis 1872 noch Menschenfresser. Eine interessante Geschichte, wie es dazu gekommen war, dass sie diese Verzehrsgewohnheiten aufgegeben haben. In den

Come Caves

versteckten sich zwei Familien vor den Kannibalen, die die Gegend unsicher machten.

 Wir besuchten die Nachfahren der Familien, die es damals  geschafft hatten, den Speiseplan dieser Menschen zu ändern. Sie leben wie vor ewiger Zeit in den Höhlen des Felsüberhanges. Wasser tröpfelte aus den Felsspalten und wurde in Gefäßen der Neuzeit aufgefangen. Sicher ist hier Tradition und Vorführung sehr nahe beieinander oder vermischt, doch einen Besuch ist es allemal wert. 

Wichtig ist noch zu bemerken, der Sani Pass war nicht schwieriger als An- und Abfahrt zu diesem Platz.

Nachdem wir uns mit viel Schwung aus diesem Tal nach oben gescharrt hatten, ging es dann wieder auf der A 1 weiter nach Maseru. Hier fanden wir im

„Mohokare Gästehaus“

eine wirklich schöne Unterkunft. Schönes Zimmer, tolle Bar mit beheiztem Wintergarten, gemütliches Restaurant mit guter Küche. Was will man mehr. Hasenbraten vielleicht?  Den bekamen wir und der war lecker. Schöner konnte dieser Tag nicht enden.

Wir verabschieden uns vom Golden Gate Park.

Clarens ist voll auf Tourismus eingestellt.

Überall Geschäfte und Gästehäuser.

Schön anzusehen.

Die Clarens Brewery.

Alles aus Holz.

Haare flechten beim Zoll an der Grenze zu Lesotho.

So sieht es in Lesotho aus.

Der Esel als Transportmittel.

Alles antik.

Auf dem Weg zu den Höhlen.

Wie aus dem Bilderbuch.

Unser Guide bringt uns zu den Come Caves.

So leben die Menschen heute noch dort,

wie vor zweihundert Jahren.

Inner ist es verblüffend geräumig.

Sogar ein Bett hat bequem platz.

Eng angeschmiegt an die Felsen sind die Hütten.

Da draußen lebten die Kannibalen.

Wir kratzen uns den steinigen Weg wieder hoch.

Das Leben in Maseru.